Ende der Ermittlungen gegen Hopp
Die Ermittlungen gegen den SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp wegen des Verdachts der Untreue sollen eingestellt werden. Der ehemalige Aufsichtsratschef des größten deutschen Softwarekonzerns bestätigte am Donnerstag entsprechende Informationen des Südwestrundfunks [SWR]:
"Unserer Beschwerde wurde stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft ist nun in einer aussichtslosen Lage. In den nächsten Tagen werden die Ermittlungen offiziell eingestellt sein", sagte Hopp in Mannheim.
Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn am 3. März ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Er soll mit Geld aus seiner eigenen gemeinnützigen Stiftung für Bernhard Termühlen, den Vorstandsvorsitzenden des Finanzdienstleisters MLP, gebürgt haben. Hopp sitzt im MLP-Aufsichtsrat, will bei den Neuwahlen des Gremiums am 17. Juni jedoch nicht wieder kandidieren. Bei den Ermittlungen waren auch Privat- und Büroräume Hopps durchsucht worden.
Ermittlungen gegen SAP-Gründer HoppFormale Einstellung dauert noch
Der Leitende Mannheimer Oberstaatsanwalt Hubert Jobski hatte laut SWR eine voraussichtliche Einstellung der Ermittlungen bestätigt. Derzeit bestehe kein Untreueverdacht.
Wann das Verfahren genau eingestellt werde, sei noch offen. Zunächst müsse das Ergebnis eines Gutachtens abgewartet werden, das die Staatsanwaltschaft bei den Finanzbehörden in Auftrag gegeben habe, sagte Jobski nach Angaben des Senders.
