Video gegen SMS am Steuer sorgt für Aufsehen
Ein Video der britischen Polizei über die Gefahr der Handynutzung am Steuer hat sich auf YouTube und anderen Online-Videoplattformen zum Publikumshit entwickelt.
Mehr als sechs Millionen Menschen sahen sich seit August Auszüge aus dem Video an, teilte die Polizei von Gwent, die die Produktion des Films unterstützte, am Mittwoch mit.
Der Film der Polizei zeigt eine junge Frau, genannt Cassie, die durch das Schreiben einer Kurzmitteilung am Steuer unaufmerksam wird, auf die Gegenfahrbahn gerät und einen tödlichen Unfall verursacht. Vier Menschen kommen ums Leben. Das Video zeigt unter anderem Köpfe, die an die Windschutzscheibe knallen, blutüberströmte junge Frauen und die leblosen Augen eines Babys.
"Je mehr der Film gesehen wird, desto besser"
"SMS-Schreiben während des Fahrens kann tragische Folgen haben", sagte Polizeichef Mick Giannasi. "Je mehr dieser Film gesehen wird, desto besser."
Regisseur Peter Watkin-Hughes sagte, er hoffe, der Film werde dazu beitragen, das SMS-Schreiben genauso inakzeptabel werden zu lassen wie Trunkenheit am Steuer. "Wenn wir nur einen Menschen dazu kriegen, sein Verhalten zu ändern, dann hat es sich gelohnt", sagte Watkin-Hughes.
Unfallwahrscheinlichkeit erhöht
Das Schreiben von SMS am Steuer und das Telefonieren mit dem Mobiltelefon ohne Freisprechanlage ist in Großbritannien verboten - wie auch in Österreich und zahlreichen weiteren europäischen Staaten.
Mehrere Studien hatten zuletzt gezeigt, dass das Verfassen von SMS am Steuer die Unfallwahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Eine Untersuchung der britischen Automobilvereinigung (RAC) ergab jüngst, dass die Reaktionszeit junger Fahrer während des Schreibens einer Kurzmitteilung um 35 Prozent verlangsamt ist. Einer Studie unter Lastwagenfahrern der US-Universität Virginia Tech zufolge steigt die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls beim Schreiben einer SMS um den Faktor 23 - wesentlich mehr als beim Telefonieren mit einem Mobiltelefon.
(APA/AP)
