Deutscher Digicam-Markt ist gesättigt

2006
05.01.2007

In Deutschland sank 2006 erstmals die Nachfrage nach Digicams um gut fünf Prozent. Analogkameras verloren um 50 Prozent.

Damit scheint der Boom der Digicams erstmals auf seinem Zenit angekommen zu sein, allerdings auf hohem Niveau.

2006 sind laut Fujifilm rund sieben Millionen Digitalkameras von etwa 100 Herstellern verkauft worden.

Bei den analogen Kameras fanden demnach nur 500.000 Stück einen neuen Abnehmer, ein deutlicher Unterschied zu den Glanzzeiten Mitte der 90er Jahre, als noch 4,8 Mio. Stück über die Ladentische wanderten.

Riesig ist laut Fujifilm das aktuelle Angebot an Digitalkameras, zwischen 900 und 1.000 Modelle gebe es derzeit auf dem Markt. Zwei von drei verkauften Digicams kosten demnach weniger als 250 Euro.

Filmmarkt um 30 Prozent geschrumpft

Der deutsche Filmmarkt brach laut Fujifilm 2006 um 30 Prozent auf ungefähr 70 Millionen verkaufte Kleinbildfilme für analoge Kameras ein. Im Jahr 2000 seien noch etwa 190 Millionen Filme abgesetzt worden.

Die Zahl der Fotoabzüge inklusive Ausdrucke am heimischen Computer wird auf fünf Milliarden im Jahr 2006 geschätzt. Das entspreche ungefähr dem Niveau des Vorjahres bei einem erneut deutlich höheren Anteil von Fotos aus digitalen Speichermedien.

Der japanische Konzern erwartet für seine Deutschland-Aktivitäten im laufenden Geschäftsjahr [bis 31. März] einen leichten Zuwachs bei Umsatz und Ertrag. Von den etwa 300 Mio. Euro Umsatz entfalle derzeit noch über die Hälfte auf das Geschäft mit Digitalkameras, Fotopapier, Laborgeräten und Film.

(dpa | APA)