Napster-Klon freigesprochen
Der koreanische Napster-Klon "Soribada" bleibt im Netz. Dies hat ein Gericht in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul nunmehr entschieden.
Wie die "Korea Times" berichtet, wurde das Verfahren gegen die Betreiber der Tauschbörse eingestellt.
Der Kläger, der koreanische Phonoverband, habe nicht belegen können, wie die Betreiber der Tauschbörse ihren Nutzern bei Verstößen gegen Urheberrechte geholfen hätten.
Launch im Jahr 2000
Mit dem nunmehrigen Urteilsspruch ist ein drei Jahre andauerndes
Verfahren zu Ende gegangen. Die von den Brüdern Yang im Jahr 2000
gestartete Seite hatte sich innerhalb kürzester Zeit zum größten
Tauschnetzwerk des Landes entwickelt und hat derzeit etwa 17 Mio.
Nutzer.
SoribadaDezentrales Tauschsystem
Der südkoreanische Phonoverband hatte bereits ein halbes Jahr nach Start von Soribada geklagt.
Im Juli vorigen Jahres erging dann ein erstes Urteil, das die Brüder Yang zwang, die Seite vom Netz zu nehmen. Die Betreiber änderten daraufhin das Soribada-Modell und brachten eine dezentral operierende Version der Tauschsoftware heraus.
Darüber hinaus gingen die Brüder in die Berufung, die sich mit dem jetzigen Urteil als erfolgreich erwies.
