Internet-Verband ruft zur Selbsthilfe auf
Eine Aufklärungskampagne soll den Kampf gegen die unkontrollierte Spam-Flut unterstützen. Der deutsche Verband der Internet-Wirtschaft, eco, hat einen entsprechenden Leitfaden veröffentlicht.
Neben Informationen zur aktuellen Rechtslage [in Deutschland] und Tipps zu Filtersoftware sollen User in die Lage versetzt werden, Spam-Mails zurückzuverfolgen.
Die Absender von Spam-Mails sind in der Regel gefälscht, eine direkte Antwort verifiziert die E-Mail-Adresse für den Spammer und könnte zu weiteren Mailfluten führen.
Über die IP- oder DNS-Adresse im Mail-Header lasse sich jedoch der Provider ermitteln, über den die Mail verschickt wurde. Eco empfiehlt den Administratoren ein Mail zu schreiben und sie darauf hinzuweisen, da manche von den Aktivitäten oftmals nicht Bescheid wissen.
Als Hilfestellung für die Ermittlung des Headers empfiehlt eco diverse Links. Wichtig sei es, dem Administrator den kompletten Header der Mail zu schicken und nie länger als eine Woche zu warten, da Spammer für ihre Aktivitäten öfter mal den Server wechseln.
Der Leitfaden [pdf-Format]Task Force
Grundsätzlich rät auch eco zum dualen Postsystem: Die persönliche E-Mail-Adresse soll nur an Freunde, Bekannte und Geschäftspartner weitergegeben, für während beim Surfen im Netz eine zweite, extra dafür eingerichtete, Adresse verwendet werden soll.
Gemeinsam mit den E-Mail-Service-Providern hat eco vereinbart, eine Task Force zu gründen. Diese soll Maßnahmen gegen die ausufernde Werbeflut festlegen. Auch sollen die Netzbetreiber angehalten werden, ihre Systeme und Mailserver besser gegen Missbrauch abzusichern.
Eco erwartet, dass sich trotz Gegenmaßnahmen die Spam-Situation in den nächsten Monaten und Jahren eher noch verschärfen wird. Gefahr drohe vor allem bei der wachsenden Zahl mobiler Endgeräte wie Handys.
