Handyverkäufe gehen weltweit zurück
Gartner-Bericht: Nachfrage nach Smartphones wächst
Die Nachfrage auf dem Handymarkt hat sich auch im zweiten Quartal kaum erholt. Weltweit ging die Zahl der verkauften Mobiltelefone binnen eines Jahres um 6,1 Prozent auf 286 Millionen zurück, teilte das Marktforschungsinstitut Gartner am Mittwoch im britischen Egham mit.
Große Nachfrage nach Smartphones
Smartphone-Verkäufe boomen dagegen: Mit mehr als 40 Millionen Stück wurden rund 27 Prozent mehr der Geräte mit Computerfunktionen verkauft als ein Jahr zuvor. Die Smartphones gehörten damit erneut zu dem am schnellsten wachsenden Sektor auf dem gesamten Handymarkt, hieß es.
Wirtschaftskrise verantwortlich
Die Wirtschaftskrise habe die Nachfrage auf dem gesamten Handymarkt sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern weiter geschwächt, hieß es. Gleichzeitig hätten die Händler Lagerbestände abgebaut, bevor sie bei den Herstellern neue Geräte bestellten. Für das zweite Halbjahr rechnet Gartner aber immer noch mit einer Besserung. Für das Gesamtjahr gingen die Marktforscher zuletzt von einem Absatzrückgang von vier Prozent aus.
Nokia verliert Marktanteile
Branchenprimus Nokia verteidigte seinen ersten Platz auf dem weltweiten Handymarkt, der Marktanteil sank aber auf 36,8 Prozent (2008: 39,5 Prozent). Samsung Electronics hielt sich mit einem Marktanteil von 19,3 Prozent auf Platz zwei vor LG Electronics. Sony Ericsson verlor auf Platz fünf fast drei Prozentpunkte und kommt auf einen Marktanteil von 4,7 Prozent.
RIM und Apple holen auf
Auf dem Smartphone-Markt hatte der finnische Mobilfunkriese Nokia unter den großen drei Anbietern als einziger einen leichten Absatzrückgang zu verzeichnen, führt den Markt aber weiter bei einem Marktanteil von 45 Prozent mit großem Abstand an. Leicht zulegen konnte der BlackBerry-Hersteller RIM und landete mit einem Marktanteil von 18,7 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt von Apple, das mit seinen iPhones einen Zuwachs von über zehn Prozentpunkten erreichte und nun bei einem Marktanteil von 13,3 Prozent rangiert.
(dpa)
