Facebook will gesponserte Updates verbieten

SOZIALE NETZWERKE
12.08.2009

Neue Nutzungsbestimmungen für private User

Das Soziale Netzwerk Facebook hat am Dienstag erneut Änderungen bei den Nutzungsbestimmungen vorgeschlagen. Diese beinhalten unter anderem ein Statement, dass private Nutzerprofile nicht dazu verwendet werden dürfen, kommerzielle Gewinne zu erwirtschaften. Konkret angeführt wird das Verkaufen von Statusmeldungen an Anzeigenkunden. Werbekunden dürfen freilich weiterhin bezahlte Anzeigen schalten.

Facebook geht mit dieser neuen Regelung den gegenteiligen Weg des Microblogging-Diensts Twitter. Mit dem Dienst Sponsored Tweets können Twitter-Nutzer ihre 140-Zeichen-Nachrichten an Werbekunden verkaufen.

Nutzer sollen Feedback geben

Bevor die neuen Regelungen in Kraft treten, sollen die Nutzer auf der "Facebook Site Governance"-Seite ihre Meinung dazu kundgeben können. Kritisiert wurde bisher vor allem, dass die Änderungen der Nutzungsbestimmungen nicht konkret gekennzeichnet wurden und somit ein direkter Vergleich schwierig sei. Facebook kündigte bereits an, das beim nächsten Update zu berücksichtigen.

Das Soziale Netzwerk hatte im April die Nutzungsbestimmungen nach einer Abstimmung, an der sich rund 600.000 User beteiligt hatten, geändert. Bei dieser erneuten Änderung der Bestimmungen, die laut Facebook nur aus "geringen Updates" besteht, wird keine Abstimmung durchgeführt. Das Netzwerk hat derzeit etwa 200 Millionen Nutzer.

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