T-Mobile Austria mit Ergebnisrückgang

ERSTES HALBJAHR
06.08.2009

T-Mobile Austria hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weniger umgesetzt und verdient und macht dafür unter anderem die Regulierungsmaßnahmen beim Roaming verantwortlich.

Der rückläufige Mobilfunkmarkt schlägt sich auch in den Bilanzen des zweitgrößten heimischen Mobilfunkanbieters T-Mobile Austria nieder. Der Umsatz ging im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 522 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab um 12,8 Prozent auf 123 Millionen Euro nach.

"Regulierungsmaßnahmen kosten"

Die Regulierungsmaßnahmen bei Terminierung und Roaming hätten T-Mobile einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet, sagte Finanzchef Wolfgang Kniese. Die Kundenzahl stieg in den ersten sechst Monaten des heurigen Jahres leicht um 3,2 Prozent auf 3,402 Mio. Kunden.

Im zweiten Quartal 2009 sank der Umsatz um 5,6 Prozent auf 255 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dagegen legte um 7,7 Prozent auf 70 Millionen Euro zu. In diesem Zeitraum verlor T-Mobile Austria insgesamt 16.000 Kunden im Vergleich zum Vorquartal, vor allem bei Wertkarten- und Datenkartenkunden, so Kniese. Der Umsatz pro Kunde ging von 25 Euro im in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 24 Euro im zweiten Quartal zurück.

"Nicht alles mitgemacht"

Der österreichische Mobilfunkmarkt war laut Kniese zuletzt sehr überhitzt, und T-Mobile habe nicht alles mitgemacht. Auf Dauer sei Preisdumping nicht sinnvoll, so Kniese. Die Regulierungsmaßnahmen werden auch im zweiten Halbjahr ihre Spuren in der Bilanz hinterlassen. Die derzeitige Anzahl von rund 1.400 Vollzeitbeschäftigten bei T-Mobile Austria werde man halten.

Die T-Mobile-Konzernmutter Deutsche Telekom präsentierte heute ebenfalls ihre Quartalszahlen. Der Umsatz stieg dem Konzern zufolge im zweiten Quartal 2009 um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 16,2 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte um 8,4 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro.

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(APA)