© Bild: Screenshot google.com/latitude, ORF.at, Screenshot von Google Latitude

Die Tücken von Handyortungsdiensten

DATENSCHUTZ
06.08.2009

Die US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) sieht mit der wachsenden Popularität von ortsbezogenen Diensten auch die Privatsphäre der Nutzer zunehmend in Gefahr und fordert Datenschutzmaßnahmen.

Ortsbezoge Technologien wie Handyortungsdienste und Zugangskarten würden ihren Nutzern neue Möglichkeiten eröffnen, jedoch auch eine Bedrohung für die Privatsphäre darstellen, warnte die US-Bürgerrechtsbewegung Electronic Frontier Foundation (EFF) am Mittwoch in einer Aussendung.

Weißbuch veröffentlicht

Die örtliche Privatsphäre, die Möglichkeit sich an öffentlichen Orten zu bewegen, ohne dabei systematisch erfasst zu werden, drohe solchen Diensten und Technologien zum Opfer zu fallen, so die Bürgerrechtler, die am Mittwoch unter dem Titel "On Locational Privacy, and How to Avoid Losing it Forever" ein Weißbuch zur Thematik veröffentlichten.

Datenschutzmaßnahmen gefordert

In den nächsten zehn Jahren würden ortsbezogene Angebote allgegenwärtig werden. Damit könnten beispielsweise Informationen darüber, wer wann eine Abtreibungsklinik, eine Kirche oder ein Bar besucht hat, an die Öffentlichkeit gelangen, sagte EFF-Technologe Peter Eckersley. Er forderte den Einsatz von Datenschutzmaßnahmen in ortsbezogene Dienste und Technologien.

Technische Lösungen zum Schutz der örtlichen Privatsphäre könnte etwa die moderne Kryptographie bieten, so der Mathematiker Andrew J. Blumberg, Mitautor des Papiers. Der beste Weg, Nutzerdaten zu schützen, sei es freilich, sie erst gar nicht aufzuzeichnen. Wenn Daten nicht verfügbar seien, könnten sie auch nicht missbraucht werden.

Mehr zum Thema: