Stabiles Quartal für Telekom Austria
Die börsennotierte Telekom Austria [TA] hat im ersten Quartal 2003 einen leichten Rückgang beim Betriebsergebnis [EBIT] hinnehmen müssen. Das EBIT ging von Jänner bis März 2003 um 3,9 Prozent auf 121,9 Mio. Euro zurück, teilte die TA mit.
Der Umsatz stieg hingegen leicht um 0,4 Prozent auf 966,5 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 405,9 Mio. Euro.
Die TA liegt damit bei EBIT, Umsatz und EBITDA über den Analystenerwartungen.
Die TA begründet den Rückgang des EBIT mit "höheren Abschreibungen und Wertminderungen". Das leichte Umsatzplus sei hingegen auf das weitere Wachstum im mobilen "Wireless-Geschäft" zurückzuführen, zum EBITDA-Anstieg hätten alle Segmente beigetragen.
Neue Breitbandprodukte der TANettoergebnis gestiegen
Das konsolidierte Nettoergebnis stieg um 14,9 Prozent auf 43,1 Mio. Euro.
Der Quartalsüberschuss enthält auch den kumulativen Effekt einer bilanziellen Umstellung in der Höhe von 6,3 Mio. Euro nach Steuern, die als Rückstellung geführt werden. Das Ergebnis je Aktie habe sich von 0,07 auf 0,09 Euro verbessert.
Die Nettoverschuldung sank im ersten Quartal von 3,204 Mrd. auf 3,162 Mrd. Euro. Darin sei auch der Kaufpreis für den im Jänner 2003 zusätzlichen Anteil an der VIPnet in der Höhe von 20,9 Mio. Euro enthalten.
Damals hatte die TA-Tochter mobilkom austria ihren Anteil an der VIPnet von 71 auf 80 Prozent aufgestockt.
VIPnet-Anteil weiter steigern
Unternehmenskreisen zufolge will die TA den VIPnet-Anteil
demnächst weiter von 80 auf 98 Prozent aufstocken und im Zuge dessen
Anteile von der kroatischen Mediengruppe Vecernji List sowie vom
US-Mobilfunkkonzern Western Wireless International übernehmen.
Telekom Austria weitet Anteile ausFestnetz, Internet und Mobilfunk
Im Wireline-Bereich [Festnetz, Internet, Daten] ging der Umsatz im ersten Quartal 2003 um 1,8 Prozent auf 555,7 Mio. Euro zurück, das Betriebsergebnis [EBIT] erhöhte sich von 5,1 Mio. Euro um 100 Prozent auf 10,2 Mio. Euro, das um Wertminderungen für langlebige Wirtschaftsgüter bereinigte EBITDA stieg um 1,7 Prozent auf 215,5 Mio. Euro.
Der Marktanteil bei Minuten inklusive Internet-Einwahl ging leicht von 55,3 Prozent Ende 2002 auf 55,2 Prozent Ende März 2003 zurück.
Im Wireless-Bereich [Mobilfunk] stieg der Umsatz um fünf Prozent auf 474,7 Mio. Euro, das EBIT ging "vor allem wegen der Erhöhung der Abschreibungen und Wertminderungen" um neun Prozent auf 110,9 Mio. Euro zurück, das um Wertminderungen bereinigte EBITDA stieg leicht um ein Prozent auf 189,8 Mio. Euro.
Personalabbau geht weiter
Die Zahl der Mitarbeiter ging per Ende März 2003 um 1.414
Personen auf 14.830 Beschäftigte zurück. Heuer sei ein weiterer
Personalabbau "von mindestens 600 Stellen" geplant, hieß es. Ende
März 2003 hatte TA-Generaldirektor Heinz Sundt noch von 500
Mitarbeitern gesprochen, die heuer abgebaut werden sollen.
Telekom Austria bilanziert wieder positiv
