Defekte Software schädigt Taucher
Ein Hersteller von Taucheruhren hat sein Topmodell vor sieben Jahren mit fehlerhafter Software ausgeliefert.
Die "Aladin" von Uwatec hat laut einem Bericht des "San Francisco Chronicle" einen Softwarefehler, der dazu führt, dass die Dekompressionszeit beim Auftauchen aus großen Tiefen falsch angezeigt wird.
Die Folge: Unzählige Taucher erlitten Verletzungen, die durch das Formen kleiner Stickstoffbläschen im Körper entstanden.
Affäre zieht sich über Jahre
Erst nachdem einige Taucher sowie Ex-Mitarbeiter geklagt hatten,
kam über die Jahre das wahre Ausmaß der Affäre ans Tageslicht:
Zwischen Juli 1995 und März 1996 wurde eine Version der
"Aladin"-Taucheruhr verkauft, die Softwarefehler aufwies. Doch dies
wurde immer wieder vertuscht, unbequeme Mitarbeiter wurden
entlassen, eine Mitarbeiterin zur Falschaussage überredet.
Der [späte] RückrufIm Jänner 1996 machte erstmals ein Entwickler auf den Softwaredefekt aufmerksam. Doch erst heuer wurde der Rückruf von mehreren hundert Geräten veranlasst.
