Blogger ohne Grenzen
"Matrix" über Online-Zensur und Hightech in Tel Aviv
Am Sonntag in "matrix"
Sie hören diese Beiträge am Sonntag um 22.30 Uhr im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix".
Restriktionen gegen Blogger
Seit Mitte der 1980er Jahre kämpft die internationale Organisation Reporter ohne Grenzen weltweit für Presse- und Meinungsfreiheit. In jährlichen Berichten prangert sie die Zensur in vielen Ländern an und veröffentlicht die Zahl inhaftierter und toter Journalisten. In den letzten Jahren widmete die Nichtregierungsorganisation ihre Aufmerksamkeit vermehrt dem Internet.
Denn in vielen Staaten gehören Internet-Sperren und Restriktionen gegen Blogger zum Alltag. Wie etwa in China, das sich Anfang Juni wieder einmal als "Musterland" der Zensur präsentierte: Zum 20. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens waren YouTube, Twitter, Flickr, Hotmail und viele Blogs nicht mehr erreichbar. Ein Gedenken an die Niederwalzung des Studentenprotests sollte so verhindert werden.
Neben China schränken Nordkorea, Vietnam, Saudi-Arabien, Ägypten, der Iran und sechs weitere Ländern ihren Bürgern den Internet-Zugang ein. Anna Masoner hat sich darüber mit der Reporter-ohne-Grenzen-Mitarbeiterin Clothilde le Coz unterhalten.
IT-Metropole Tel Aviv
Etwa sechs Prozent der Bevölkerung Israels arbeiten im Hightech-Bereich. Diese sechs Prozent produzieren rund 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - also mehr als die Hälfte aller Güter und Dienstleistungen Israels. Das Zentrum dieser Szene ist Tel Aviv.
Wenn man an diese Stadt denkt, hat man den Nahost-Konflikt im Kopf. Aber Tel Aviv ist wie New York: anders, als man aus der Ferne meinen würde, und vor allem ganz anders als der Rest des Landes.
Es gibt beispielsweise über 3.000 Start-ups, und diese machen Tel Aviv zur Nummer zwei in Sachen Hightech weltweit. Auch in Bezug auf Unternehmen, die an der NASDAQ gelistet sind, rangiert Israel an zweiter Stelle, gleich nach den USA. Rosa Lyon hat sich in den oberen Stockwerken der Tel Aviver Skyline umgesehen.
(matrix)
