Handheld zeigt Passivrauch-Gefahren
Forscher des Media Lab Europa entwickeln derzeit einen Handheld, mit dem der Nutzer die gesundheitlichen Auswirkungen des Passivrauchens überwachen kann.
Das tragbare Gerät zeigt dafür den Kohlenmonoxidgehalt und andere Partikel des Zigarettenrauchs in der Luft an.
So kann der nicht rauchende Nutzer beispielsweise am Arbeitsplatz überprüfen, wie sich das Rauchen der Kollegen auf seine Gesundheit auswirkt.
In New York gilt seit April 2003 ein absolutes Rauchverbot in Bars und Restaurants, in Irland wird ein derartiges Gesetz noch diskutiert.
Jamie RasmussenSoll auf Auswirkungen aufmerksam machen
Später könnte das Gerät auch den Grad der Schädigung der Haut und der Lunge oder gar die geschätzte Lebenserwartung anzeigen, um die Gefahren des Rauchens zu verdeutlichen.
"Weiß ein Barkeeper erst einmal, was er den ganzen Abend über einatmet, ändert er vielleicht seine Meinung über ein angestrebtes Rauchverbot an öffentlichen Plätzen", so der Wissenschaftler Jamie Rasmussen.
Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2001 rauchen 29 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher.
WHO vorgelegt
Die Forscher haben ihre Entwicklung auch der
Weltgesundheitsorganisation [WHO] vorgelegt. Die WHO will unter
anderem die Tabakwerbung beschränken sowie das Rauchen an öffentlich
zugänglichen Orten grundsätzlich verbieten. Am 21. Mai 2003
verabschiedete sie in Genf dazu eine Anti-Tabak-Konvention. Alle 192
Mitgliedsstaaten stimmten dem Papier zu, das nun noch von den
einzelnen Ländern ratifiziert werden muss.
WHO
