MySQL entwickelt SAP-Datenbank weiter
Der deutsche Softwarekonzern SAP gibt sein Geschäft mit Datenbanken auf.
Die Datenbank-Software mit dem Namen SAPDB soll künftig von dem schwedischen Datenbank-Spezialisten MySQL weiterentwickelt werden.
MySQL wird im Rahmen eines Partnerschaftsvertrages die kommerziellen Rechte an SAPDB übernehmen und das Produkt ab dem vierten Quartal 2003 unter dem eigenen Namen vertreiben.
Zu finanziellen Details wollten sich beide Partner nicht äußern.
Für SAP hatte das in den neunziger Jahren von der Software AG erworbene Datenbankgeschäft nie große Bedeutung erlangt. Die Umsätze seien vernachlässigbar gewesen, hieß es von Seiten des Unternehmens.
MySQLMySQL mit vier Mio. Anwendern
Ein großer Teil der SAP-Kunden verwendet die Datenbanken des weltweit führenden Anbieters Oracle, die Übrigen nutzen zumeist Produkte von IBM oder Microsoft.
Von den fast 20.000 SAP-Kunden nutzten nach SAP-Angaben kaum mehr als tausend das hauseigene SAPDB. Der Verkauf der Rechte sei "im Interesse der Kunden", so der Sprecher.
Das schwedische MySQL sieht sich im so genannten Open-Source-Geschäft mit rund vier Millionen Anwendern als einer der größten Anbieter der Welt.
Den Code von SAPDB hatte SAP selbst vor einem Jahr offen gelegt.
