Supercomputer-Cluster aus 70 PS2s
Vier Forscher des "National Center for Supercomputing Applications" [NCSA] und der Abteilung für Computerwissenschaft der Universität von Illinois haben einen Supercomputer-Cluster aus 70 Sony-PlayStation 2 errichtet.
Das System wurde für 50.000 USD verwirklicht und dient vor allem als Experiment.
Das Team um Mark Showeman und Craig Steffen glaubt, dass ihr Billig-Supercomputer bis zu eine halbe Billion Rechenoperationen in der Sekunde ausführen kann.
Billige Supercomputer
Showeman und Steffen wollen mit ihrem Projekt untersuchen, wie
schnell sich Supercomputer aus billigen und frei verfügbaren
Einzelteilen verwirklichen lassen.
Das ProjektHindernis: Geringer Arbeitsspeicher
Bei der PS2 spielt vor allem der Grafikprozessor der Konsole, der neben Chiptechnik von MIPS Technology in dem Gerät installiert ist, eine große Rolle. Dieser Emotion-Engine genannte Rendering-Prozessor bewältigt bis zu 6,5 Mrd. Rechenoperationen in der Sekunde.
Als Betriebssystem kommt Linux zum Einsatz.
Bis jetzt kann der aus Konsolen zusammengestellte Supercomputer nur für einige wenige klar definierte Probleme eingesetzt werden.
So stellt der geringe Arbeitsspeicher von 32 MB pro PS2 noch ein Hindernis für den weiteren Einsatz dar.
Berechnungen zur Quantenchromodynamik
Zurzeit laufen auf dem System Berechnungen zur
Quantenchromodynamik [QCD]. Die QCD-Theorie beschreibt die Kräfte
zwischen Elementarteilchen wie Quarks und Gluons.
NCSA
