Datenverlust: Millionenstrafe für britische Bank
HSBC verlor 180.000 Kundendatensätze in der Post
Wegen mangelnder Sicherung von Kundendaten muss die britische Sektion der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) eine Strafe von 3,185 Mio. Pfund (3,7 Mio. Euro) zahlen.
Regulator stellt Fahrlässigkeit fest
Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FSA) befand Teile der Bankengruppe am Mittwoch der Fahrlässigkeit schuldig, nachdem im Februar 2008 eine CD mit den unverschlüsselten Daten von 180.000 Kunden in der Post verloren gegangen war. Die HSBC hielt dem entgegen, dass keiner der Betroffenen irgendwelche finanziellen Verluste gemeldet habe.
Die Finanzaufsichtsbehörde bemängelte ferner, dass Kundendaten bei dem Unternehmen unsachgemäß aufbewahrt würden. Dadurch sei die Vertraulichkeit nicht garantiert, was eine weitere Fahrlässigkeit bedeute. Es handelte sich um die bisher höchste von der FSA verhängte Geldstrafe. Zuvor wurde die Versicherungsgesellschaft Norwich Union in einem ähnlichen Fall zu 1,26 Mio. Pfund verurteilt.
(APA/AP)
