Rekordstrafe für polnische Telekom

90 mio. euro
03.01.2007

Wegen überhöhter Gebühren im Internet

Die Leiterin der polnischen Telekommunikationsbehörde, Anna Strezynska, hat eine neue Rekordstrafe für die polnische Telekom TP SA angekündigt. Rund 350 Mio. Zloty [91,6 Mio. Euro] soll das Unternehmen dafür bezahlen, dass sein Internet-Provider Neostrada mutmaßlich überhöhte Preise verrechnet.

Der Streit betrifft eine neue Gebühr von 36,6 Zloty, die vom 15. Februar an gelten soll. Die TP SA führt sie ein, nachdem die Aufsichtsbehörde ihr verboten hatte, einen Internet-Anschluss verpflichtend an das Bestehen eines Telefonanschlusses zu binden. Die Behörde hält eine Ersatzgebühr von höchstens 27 Zloty für angemessen.

Rekordstrafe im September

Bereits im September wurde die bisherige Rekordstrafe von 100 Mio. Zloty gegen TP SA verhängt. Das Unternehmen musste daraufhin das Internet-Angebot von der Telefondienstleistung trennen.

Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen werde gegen die angekündigte Sanktion - wie schon gegen frühere - Berufung einlegen. "Wir können unsere Dienstleistungen nicht unterhalb unserer eigenen Kosten anbieten", erklärte er gegenüber der Tageszeitung "Gazeta Wyborcza".

(APA)