Ein Roboter als "Stellvertreter"
Die Hewlett-Packard Laboratories haben einen Roboter vorgestellt, der in Zukunft anstatt physisch real anwesender Personen an Konferenzen teilnehmen soll.
Der "Travel Robot" [oder: "BiReality remote communication"] soll seinen menschlichen Auftraggeber besser ersetzen können, als es Videokonferenzen bis dato können.
Dabei sitzt die Person in einem kleinen Raum, in dem Projektoren die Meetingumgebung virtuell nachzeichnen, während der Roboter seinerseits visuelle und akustische Eindrücke von dem Meeting an die Person überträgt.
Gleichzeitig zeigt er jedoch auch beim Meeting das Gesicht der Personen samt seiner Ausdrücke aus verschiedenen Blickwinkeln und versucht diese derart besser ins Geschehen einzubinden.
Der Kopf des Roboters besteht aus vier Flachbildschirmen, die den Kopf in Lebensgröße darstellen sollen. Zudem besteht der Roboter aus zwei Windows-PCs, mehreren Kameras, vier Richtmikrophonen und einigen Lautsprechern. Dazu kommen fünf PCs, fünf Kameras und ein Suround-Sound System für die Person die an dem Meeting teilnehmen möchte.
HP LabsNoch nicht marktreif
Mit einem Joystick kann der Abwesende Geräusche innerhalb eines Teils des Raums anvisieren und sich an dieser Konversation beteiligen, jedoch auf Kosten der Geheimhaltung des gerade laufenden Gespräches.
Das Modell ist jedoch noch nicht ausgereift, derzeit kommt die Sprache zum Gesicht noch mit rund einer Sekunde Verzögerung an. Auch die vorher getestete Mobilität des Roboters wurde eine statischen Version zuliebe aufgegeben, um sich derart auf die vorerst dringenderen Probleme konzentrieren zu können.
Details über den Preis eines solchen Roboters wurden nicht genannt, jedoch dürften Flugtickets bei weitem darunter liegen. Angesichts der wachsenden Sorge hinsichtlich der Lungenkrankheit SARS und der Angriffe am 11. September könnte der Markt dennoch groß genug sein.
