Chip macht Geldscheine sicherer
Die Europäische Zentralbank [EZB] überlegt derzeit die Integration von Funkchips in ihre Euro-Banknoten.
Die Mikrochips wurden bereits 2001 von Hitachi entwickelt und befinden sich nahe der Serienreife.
Da viele technische Geräte zur Überprüfung der Banknoten Schwierigkeiten mit den abgenutzten Sicherheitsmerkmalen auf den Banknoten haben, könnten die Chips eine zusätzliche Sicherheit bieten. Daneben erleichtert der Chip Prozesse wie das Zählen der Geldscheine in einer Bank.
Datenbank ermöglicht Sperrung
Auch andere Optionen sind möglich: Mit Hilfe einer zentralen
Datenbank wäre es beispielsweise möglich, den Lauf der Geldscheine
geografisch zu verfolgen und bestimmte Geldscheine zu sperren.
Europäische ZentralbankDie sandkorngroßen "Mu-Chips" sind nach Angaben von Hitachi zurzeit die kleinsten arbeitsfähigen Radio-Tags auf dem Markt. Der Funkchip benötigt keine Batterie, sondern wird von Funkfrequenzen angeregt, die ihn wiederum dazu veranlassen, eine Funkkennung auszusenden.
Der Chip kann eine 16-stellige Nummer übermitteln, wenn er angefunkt wird - genug für eine Seriennummer, den Wert des Geldscheins und dessen Ursprungsort. Die Daten können nur während der Produktion des Chips in dessen Speicher abgelegt werden.
Banknote funkt 30 Zentimeter weit
Der "Mu-Chip" hat einen Grundfläche von 0,4 mal 0,4 Millimetern
und ist dünn genug, um direkt ins Papier eingebaut zu werden. Er
arbeitet im 2,45-Gigahertz-Frequenzbereich und speichert seine Daten
verschlüsselt. Die Funkreichweite des Chips beträgt etwa 30
Zentimeter.
Mu SolutionsHitachi hat den Mu-Chip erstmals im Februar erfolgreich getestet. Der Markt für derartige Minichips soll im Jahr 2005 das Volumen von 145 Millionen USD erreichen, so eine ältere Studie.
