23.05.2003

ÖSTERREICH

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Lotterien wollen Online-Games ausbauen

Die Österreichischen Lotterien haben im Vorjahr durch Zuwächse bei Joker und Webgames einen Umsatz von 1,29 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 3,9 Prozent.

2002 stiegen die Umsätze mit Online-Games um 119 Prozent auf 205,3 Mio. Euro. Heuer sei ein weiterer Umsatzzuwachs um mindestens 20 Prozent auf 280 Mio. Euro geplant, so Lotterien-Chef Leo Wallner. Zudem würden neue Zahlungsformen - etwa Prepaid-Karten und E-Banking - geprüft.

Um die aus der Konjunkturflaute resultierende Konsumzurückhaltung auch bei Glücksspielen besser abfangen zu können, setzen die Österreichischen Lotterien heuer vor allem auf neue Spiele im Netz.

Zurückhaltung bei Spielen

In konjunkturell schlechten Zeiten werde auch weniger gespielt, die Lotterien seien daher ein zyklisches Unternehmen, so Wallner. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit [EGT] ging im letzten Jahr von 41,7 Mio. Euro auf 27,2 Mio. Euro zurück.

Dem Erfolg der Webgames steht die Zurückhaltung bei traditionellen Spielen der Lotterien wie Lotto und Brieflos gegenüber, wo es letztes Jahr Umsatzrückgänge zwischen vier und sieben Prozent gegeben habe. Für das heurige Gesamtjahr rechnen die Lotterien laut Wallner trotz anhaltender Konsumzurückhaltung mit einem Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 1,318 Mio. Euro.

Im Schnitt setzte jeder Österreicher 3,09 Euro pro Woche für die Spiele der Lotterien ein. Größter Umsatzträger bei den Lotterien war Lotto "6 aus 45" mit 640,0 Mio. Euro, gefolgt vom Internet-Bereich mit 205,3 Mio. Euro, dem Joker mit 161,0 Mio. Euro und dem Rubbellos mit 158,3 Mio. Euro.