22.05.2003

BIOMETRIE

Bloß nicht wie Saddam Hussein gehen

Die jüngst bekannt gewordenen Pläne des Pentagon, im Rahmen des Projekts "Terrorist Information Awareness" [TIA] verdächtige Personen auch an ihrem Gang zu identifizieren, haben in der US-Presse zu spöttischen Kommentaren geführt: Wer sich Überwachungskameras nähert, sollte sich konzentrieren, keine untypischen Schritte zu machen - der Ausgang wäre ungewiss.

Die "Gangerkennung" brächte aber auch ganz neue Perspektiven für die Amerikaner, meint Brendan Koerner, Reporter der "Village Voice":

Kampfstiefel verbieten

Die Forscher hätten bereits eine Erfolgsquote von 90 Prozent erzielt, Menschen nach den Merkmalen ihrer Fortbewegung wieder zu erkennen, berichtet unterdessen die "New York Times". Gene Greneker vom Georgia Institute of Technology, wo derartige Forschungen betrieben werden, räume allerdings auch gewisse Probleme ein.

Wenn eine Frau von flachen Schuhen zu hohen Absätzen wechsle, bereite das dem Computer kaum Probleme. Schwieriger werde es da schon, wenn sie plötzlich Kampfstiefel trage.