Bloß nicht wie Saddam Hussein gehen
Die jüngst bekannt gewordenen Pläne des Pentagon, im Rahmen des Projekts "Terrorist Information Awareness" [TIA] verdächtige Personen auch an ihrem Gang zu identifizieren, haben in der US-Presse zu spöttischen Kommentaren geführt: Wer sich Überwachungskameras nähert, sollte sich konzentrieren, keine untypischen Schritte zu machen - der Ausgang wäre ungewiss.
Die "Gangerkennung" brächte aber auch ganz neue Perspektiven für die Amerikaner, meint Brendan Koerner, Reporter der "Village Voice":
Einerseits könne das System vermutlich leicht hinters Licht geführt werden, durch gewolltes Hinken, Stolpern oder Veränderung der Fußstellung beim Gehen. Andererseits gebe es auch unerwartete Risiken: "Was passiert, wenn ich durch eine Verletzung beim Baseball plötzlich so gehe wie ein gesuchter irakischer Biochemiker?"
TIA: Neuer Name für US-ÜberwachungsprojektKampfstiefel verbieten
Die Forscher hätten bereits eine Erfolgsquote von 90 Prozent erzielt, Menschen nach den Merkmalen ihrer Fortbewegung wieder zu erkennen, berichtet unterdessen die "New York Times". Gene Greneker vom Georgia Institute of Technology, wo derartige Forschungen betrieben werden, räume allerdings auch gewisse Probleme ein.
Wenn eine Frau von flachen Schuhen zu hohen Absätzen wechsle, bereite das dem Computer kaum Probleme. Schwieriger werde es da schon, wenn sie plötzlich Kampfstiefel trage.
