Spanische Website will Musik legal anbieten
Das in Madrid ansässige Musik-Downloadportal Puretunes sieht sich einer Klage der Musikindustrie gegenüber.
Das Unternehmen behauptet, im spanischen Urheberrecht ein Schlupfloch gefunden zu haben, das es ermögliche, Musik-Downloads legal anzubieten.
Die Betreiber des Portals geben an, die Rechte zum Online-Vertrieb der Musik von spanischen Rechteagenturen erworben zu haben. Das spanische Urheberrecht sehe keine explizite Erlaubnis durch die Musiklabels vor, so die Argumentation.
Die Musikindustrie sieht das naturgemäß anders und kündigte eine Klage an.
Das Geschäftsmodell von Puretunes basiert auf dem "All you can eat"-Prinzip. Die User können die angebotenen Songs ohne jegliche Beschränkung auf ihre Festplatten herunterladen, allerdings nur für bestimmte Zeiträume. So kosten acht Stunden unbegrenzter Download 3,99 USD, 48 Stunden kommen auf 9,99 USD, ein Monat auf rund 25 USD und ein ganzes Jahr auf knapp 168 USD.
PuretunesIFPI kündigt Konsequenzen an
"Völliger Nonsens" ist das Argument für Allen Dixon, Rechtsberater des internationalen Verbandes der Musikindustrie, IFPI.
Der Puretunes-Vorgänger WebListen.com habe sämtliche Runden vor spanischen Gerichten verloren, so werde es auch dem neuen Portal ergehen.
Sollte der Dienst weiter ohne Autorisierung Musik digital über das Netz anbieten, würden die Anbieter die Konsequenzen tragen müssen, so Dixon weiter.
Im Angebot bei Puretunes stehen Künstler wie Metallica, Madonna, The Beatles, Eminem und Linkin Park.
Kooperation mit Grokster
Puretunes hat eine Vertriebspartnerschaft mit der
Musik-Tauschbörse Grokster. Laut einem kürzlich gefällten US-Urteil
sind weder Morpheus-Betreiber Streamcast noch Grokster für die
Urheberrechtsverletzungen der Nutzer ihrer Software verantwortlich.
US-Urteil: Tauschbörsen sind legal
