Telekom Austria: Personalabbau geht voran

PLÄNE
09.07.2009

2.500 Mitarbeiter sollen bis 2011 gehen

Die Telekom Austria (TA) kommt beim Personalabbau besser voran als erwartet. 2008 hatte der ehemalige Monopolist rund 1.250 Mitarbeiter nach Hause geschickt. Da es sich großteils um unkündbare Beamte handelt, erspart sich der Konzern aber nur die Kosten für die Überstunden. Neue Technologien machen rund 2.500 Mitarbeiter bis zum Jahr 2011 überflüssig.

Mit Abfindungszahlungen versucht die TA, diese Mitarbeiter zu überzeugen, aus dem Unternehmen auszuscheiden. Der Konzern sei davon ausgegangen, dass bis Ende 2009 rund 400 Mitarbeiter das Angebot annehmen, inzwischen seien es bereits 500. "Wir haben bessere Ergebnisse als erwartet", sagte TA-Chef Hannes Ametsreiter am Donnerstag.

Vorerst keine Zukäufe

Das Unternehmen hat in Zeiten der Branchenkonsolidierung Zukäufe vorerst hinten angestellt und will im August eine neue Prognose vorlegen. "Für unsere Gruppe ist jetzt nicht die Zeit für Übernahmen, sondern wir müssen unsere Hausaufgaben machen, um so effizient und produktiv wie möglich zu sein. Es geht auch darum, unsere Position zu stärken", so Ametsreiter.

Wenn eine Stärkung der Position die Konsolidierung auf dem Heimmarkt bedeute, dann wäre das für Ametsreiter eine Option. "Aber das ist derzeit kein heißes Thema." Der österreichische Mobilfunkmarkt ist mit insgesamt vier Betreibern stark besetzt. Neben der Telekom Austria sind noch Deutsche Telekom, France Telecom und Hutchison Whampoa's 3 Austria aktiv.

Erst letzte Woche hatte die TA ihr neues Infrastrukturprogramm zum Netzausbau präsentiert. Das Investitionsvolumen bis 2013 beträgt 1,5 Milliarden Euro.

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(Reuters)