Windows-Firewall scheitert an IPv6
Microsoft hat zugegeben, dass die mit den Betriebssystemen Windows XP und Windows Server 2003 mitgelieferten Firewalls an IPv6 scheitern.
Sie filtern nur IPv4-Daten, lassen IPv6-Traffic aber ungehindert durch. Die offizielle Work-around-Empfehlung des Software-Konzerns lautet: "Besorgen Sie sich Firewall-Software, die IPv6-Traffic filtern und blockieren kann."
"Die praktischen Auswirkungen dieser Lücke sind zurzeit noch gering. Eigentlich haben nur Provider mit Backbone-Anschluss und internationalen Verbindungen IP Version 6 in Betrieb", kommentiert Florian Leeber vom Netzwerkspezialisten GHL. Gleichzeitig merkte Leeber an, dass die gegenwärtig bei Microsoft-Betriebssystemen mitgelieferten Software-Firewalls generell nur über geringen Funktionsumfang und damit beschränkte Sicherheit verfügten.
Microsoft-StatementKommt langsam, aber sicher
IPv6 ist noch nicht sehr verbreitet, allerdings gibt es bereits einige Provider, welche die längeren IP-Adressen anbieten.
In mehr und mehr Ländern werden auf Grund des Mangels an IPv4-Adressen konkrete Einführungspläne geschmiedet. Als erstes Land möchte Taiwan komplett auf IPv4 verzichten.
