Online-Unterricht für Kinder im Spital
Schüler, die im Krankenhaus liegen und trotzdem am Unterricht teilnehmen - das soll demnächst in der Linzer Landeskinderklinik und der Heilstättenschule Spattstraße, ebenfalls in Linz, möglich sein.
Das Projekt "Ill & Isolated Children Connected" [IICC] mache das durch moderne Informations- und Kommunikationstechnologie möglich, erklärten der oberösterreichische Landesrat Walter Aichinger [ÖVP] und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer.
Damit können Schüler, die sich stationär im Krankenhaus befinden, die Verbindung "in Bild und Ton" mit ihren wichtigsten Bezugspersonen aufrechterhalten. Allein in der Landeskinderklinik und der Heilstättenschule seien das pro Jahr zwischen 50 und 100 Schüler, hieß es.
Die Kosten für die technische Ausstattung in der Landeskinderklinik und der Heilstättenschule betragen rund 130.000 Euro. Das System lasse sich bei "geringen Mehrkosten" auch in den anderen Kinderstationen oberösterreichischer Spitäler einrichten. Derzeit werden etwa zwei Dutzend Lehrer speziell geschult. Über die Art der Technik wurde noch nichts bekannt.
Kinderklinik LinzInternet für E-Learning
Üblicherweise seien Kinder und Jugendliche während eines längeren Krankenhausaufenthaltes weitestgehend von ihrer Umgebung abgeschottet und könnten auch am Unterricht nicht teilnehmen, so Aichinger und Enzenhofer.
Mit Informationstechnologie könne das Unterrichtsgeschehen nun individualisiert und differenziert werden. Die Lehrer würden gezielt auf die Bedürfnisse der kranken Kinder eingehen können und deren Lernfortschritte begleiten.
Den Schülern stehe das Internet einerseits als "E-Learning-Tool" zur Informationsbeschaffung, andererseits als Medium für Koordination und Kooperation zur Verfügung.
