21.05.2003

TASK- FORCE

Bildquelle: fuZo

"Selbstjustiz" gegen "Fizzer"

User des Internet Relay Chat [IRC] greifen zur "Selbsthilfe" gegen den "Fizzer"-Wurm, der in der vergangenen Woche eine Vielzahl von kleineren IRC-Netzen lahm gelegt hat.

Die "Fizzer-Task-Force" des IRC/Unity-Projekts hat den Wurm, der sich unter anderem über E-Mail, P2P-Netzwerke und eben IRC verbreitet, nach eigenen Angaben dekompiliert.

Damit fanden sie eine Möglichkeit, den Wurm von betroffenen Systemen "per Fernsteuerung" zu entfernen. Die Task-Force wurde vor einer Woche nach dem Auftreten des Wurms gegründet.

Fragwürdige Vorgehensweise

Die Betreiber von verschiedenen IRC-Netzen haben jetzt damit begonnen, die User der betroffenen Computer zu benachrichtigen und den Wurm "per Fernsteuerung" zu entfernen.

Diese Vorgangsweise könnte allerdings durchaus auch als Angriff [miss-] verstanden werden, da sich die IRC-Betreiber Zugriff auf einen fremden Computer verschaffen.

Die "Fizzer"-Task-Force empfiehlt trotz ihrer aktullen Aktivitäten jedem Internet-Benutzer, seinen Rechner mit einem aktuellen Virenscanner nach Überresten des Wurmes zu untersuchen, da die Deinstallations-Routine eines Virus nicht vertraut werden kann. Falls ein Benutzer betroffen war, sollte er jedenfalls seine Passwörter ändern, da "Fizzer" über einen so genannten Key-Logger verfügt und sämtliche Daten, die seit der Infizierung eingegeben wurden, mitgeloggt haben könnte.