Linux regiert in Linz
Der kleine Pinguin mit den treuherzigen Augen - fürwahr, er ist ein mächtig Tier. Im Linzer Ars Electronica Center und in der Stadtwerkstadt bringt er zum Beispiel einander sonst eher feindlich gesinnte Größen wie Sun und IBM an ein und dasselbe Vortragspult.
Auf dem ersten Höhepunkt der österreichweiten Linuxwochen in Linz präsentiert Sun die Road-Map für die Weiterentwicklung von Star Office, IBM wird "die Herausforderungen für Linux im Enterprise-Umfeld" thematisieren, das heißt ausführen, was Linux und anderer freier Software noch an Applikationen fehlt.
Naturgemäß beziehen sich beide Branchengrößen auf das nicht immer einfache Wechselspiel zwischen den Entwicklern freier Software und deren kommerziellen Anwendern.
Die kommerzielle Verwertung freier Software hat auch einen eindeutigen Schwerpunkt im Programm.
Das komplette Programm von LinzNeue Firmen, neue Tools
Während im gesamten IT-Sektor noch immer Firmen schließen, werden in Linz, wo das Umfeld [Uni, Fachhochschulen] für den Einsatz freier Software offenbar sehr günstig ist, sogar neue Unternehmen gegründet.
Die erst im März 2003 eingetragene Lizenzfrei.at stellt relevante TCO-Studien [Total Cost of Ownership] bei der IT-Kostenoptimierung durch den Einsatz von Linux und anderen OS-Lösungen vor.
Silbergrau.at präsentiert sein offenes Toolset [Silbergrau blue], das die Entwicklung von Enterprise-Anwendungen stark vereinfachen soll. Dazu wird - live - eine ausgewachsene Java2EE-Web-Anwendung entwickelt.
Lizenzfrei.atVorträge im Doppeldutzend
Zwei Dutzend weitere Vorträge - darunter zwei der bekannt launigen Hacking-Shows des Sicherheitsexperten Thomas Warwaris - runden das Bild der Veranstaltung ab, die gegenüber dem Vorjahr erneut um ein gutes Stück gewachsen ist.
