"Bestätigung" für Unix durch Microsoft
Microsofts Lizenzzahlung an das Unternehmen SCO Group [ehemals Caldera] für die Nutzung des Betriebsystems Unix sieht SCO als Bestätigung für sein Unix-Patent.
Das Geschäft mit Microsoft mache deutlich, dass die Validierung des intellektuellen Eigentums von SCO weiter voranschreite und SCO die Patente eindeutig besitze, so SCO Senior Vice President und Marketingchef Jeff Hunsaker. Inwieweit der Deal jedoch auch bei der Klage gegen IBM hilfreich ist, sei noch nicht klar.
Finanzielle Details des Geschäftes wurden nicht bekannt, Microsoft zahlt jedoch Lizenzen für Unix-Patente und den Source-Code. Nach Bekanntwerden des Deals sind SCO-Aktien um 40 Prozent gesteigen.
Seit der Klagseinreichung gegen IBM hätten einige angezweifelt, dass SCO tatsächlich die Rechte an Unix halte, so Hunsaker. Big Blue soll laut SCO geistiges Eigentum der SCO Group bezüglich Unix widerrechtlich an die Linux-Gemeinde weitergegeben haben.
Unix-Patentklage gegen IBMGestohlener Unix-Code im Linux-Kernel
In einer Stellungnahme sagte Microsoft, dass man mit der Lizenzzahlung sichergehen wolle, bei der Entwicklung von Interoperabilität zwischen Unix und Microsoft-Produkten keine Verletzung an geistigem Eigentum zu verursachen.
Letzte Woche hatte SCO mit der Behauptung auf sich aufmerksam gemacht, dass im Kernel des Linux-Betriebssystems einige Zeilen Code seien, die eins zu eins aus Unix kopiert wurden.
Das Unternehmen verschickte daraufhin Briefe an kommerzielle User, in denen behauptet wurde, Linux sei ein "unautorisiertes Derivat", das SCO-Rechte verletzte, und verlangte auch von diesen Lizenzgebühren.
Linux-User sollen Lizenzgebühren zahlen
