Steve Jobs kehrt an Apple-Spitze zurück
Apple-Chef Steve Jobs hat am Montag nach sechsmonatiger krankheitsbedingter Auszeit wieder das Tagesgeschäft beim iPhone- und Mac-Hersteller übernommen.
Jobs werde nach seiner Rückkehr nur einige Tage in der Woche im Unternehmen anzutreffen sein, sagte ein Apple-Sprecher am Montag. Den Rest der Woche werde der 54-Jährige von zu Hause aus arbeiten, so der Unternehmenssprecher: "Wir sind froh, dass wir ihn zurückhaben."
Jobs hatte sich im Jänner krankheitsbedingt für ein halbes Jahr aus dem Unternehmen zurückgezogen und das Tagesgeschäft an Tim Cook übergeben. Seine gesundheitlichen Probleme hatten sich als komplexer erwiesen als ursprünglich gedacht, hieß es damals. Jobs war vor etwa vier Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Wie vor kurzem bekanntwurde, hatte sich Jobs vor zwei Monaten einer Lebertransplantation unterzogen.
Kritik an Informationspolitik
Apple musste in den vergangenen Monaten Kritik von den Aktionären für seine Informationspolitik zu Jobs Gesundheit einstecken. Anteilseigner forderten ausführlichere Angaben zum Gesundheitszustand des Konzernchefs, der als treibende Kraft hinter den Erfolgen des Unternehmens gilt.
Die Aktie war zunächst eingebrochen, verzeichnete jedoch danach kräftige Gewinne, da das Geschäft von Apple auch während der Abwesenheit Jobs gut lief. Allerdings soll Jobs auch vom Krankenbett aus an strategischen Entscheidungen beteiligt gewesen sein, hieß es.
Aktie reagiert kaum
Nach Bekanntgabe der Rückkehr des Unternehmenschefs reagierte die Aktie zunächst kaum und legte im Handel an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ nur geringfügig auf rund 143 Dollar zu.
Jobs hatte Apple 1976 zusammen mit Steve Wozniak gegründet. Nach einem internen Machtkampf verließ er das Unternehmen 1985. Nach seiner Rückkehr 1997 bewahrte er Apple vor dem drohenden finanziellen Ruin und führte es mit dem iPod und dem iPhone zu neuen Erfolgen.
(Reuters/futurezone)
