Tele2 zieht positive Bilanz
Der Chef des österreichischen Telekom-Anbieters Tele2, Norbert Wieser, zieht eine positive Zwischenbilanz über die ersten drei Monate als Wiederverkäufer von Mobilfunkdiensten.
Das Geschäft laufe "sehr gut", man werde das Ziel, zehn Prozent der bisherigen Festnetzkunden [500.000] im ersten Jahr auch mit Mobilfunk zu versorgen, erreichen.
Ein "Gutteil" der Mobilfunkkunden seien Mobilfunk-Neueinsteiger wie beispielsweise Senioren, für die Wertkarten zu wenig bedienungsfreundlich seien. Außerdem würde man mit dem Preisargument Kunden von den Mitbewerbern bekommen.
Dass Tele2 damit in direkter Konkurrenz zu Mitbewerber tele.ring stehe, der die Preisführerschaft für sich beansprucht, glaubt Wieser nicht.
Tele2 bietet seit 10. Februar 2003 in Zusammenarbeit mit dem drittgrößten Mobilfunkbetreiber One seinen Festnetz- und Internet-Kunden auch Handyservices als so genannter ESP [Enhanced Service Provider], der sich auf den Wiederverkauf von bestehenden Leistungen beschränkt, an.
Tele2 wird Mobilfunk-WiederverkäuferMVNO-Pläne bleiben aufrecht
Zum Thema UMTS gibt sich Wieser zurückhaltend: "Der Konzern hat bereits in Schweden ein Netz aufgebaut und befindet sich in Luxemburg im UMTS-Vollbetrieb." Wenn der Dienst in Österreich von der breiten Masse nachgefragt werde, dann werde man auch UMTS anbieten, so Wieser.
Der Tele2-Chef hält weiter an seinen Plänen fest, künftig als "virtueller Netzbetreiber" ["MVNO"] aufzutreten. Sowohl in Österreich wie in der EU gehe die Tendenz klar in die Richtung, derartige Mobilfunkanbieter zuzulassen.
