Iris-Scanner für Notärzte entwickelt
Notärzte könnten schon bald mit einem mobilen Iris-Scanner augerüstet ihren Dienst versehen.
Das von der Fachhochschule Salzburg und dem bayerischen Unternehmen Byometric Systems entwickelte Gerät soll eine schnelle Identifikation der Patienten ermöglichen und gespeicherte Patientendaten in wenigen Sekunden übertragen.
Nicht selten finden herbeigerufene Notärzte ihre Patienten bewusstlos vor und können daher keine Informationen von den Kranken erhalten.
240 individuelle Iris-Merkmale in 512 Byte
Das System zur automatischen Iris-Erkennung identifiziert
Menschen anhand der einzigartigen Struktur der Iris. Das Verfahren
untersucht mehr als 240 individuelle Merkmale der menschlichen Iris
und erzeugt daraus einen 512 Byte kleinen Datensatz, der zur
Identifikation einer Person genutzt wird.
Byometric
Fachhochschule SalzburgPatient muss sich vorher registrieren
"Das Gerät, mit dem der Arzt das Iris-Muster des Patienten erfasst, besteht im Wesentlichen aus einer Spezialkamera", so Gerhard Jöchtl, Leiter des Studiengangs Telekommunikationstechnik und -systeme an der FH Salzburg.
"Das Bild der Iris wird an einen mobilen Computer übertragen, der sich im Rettungswagen befindet, dort weiterverarbeitet und verschlüsselt an eine zentrale Datenbank gesendet."
"Hat sich der Patient dort mit der Geschichte seiner chronischen Erkrankung registrieren lassen, wird er anhand seines individuellen Iris-Musters identifiziert, und alle notwendigen Informationen stehen dem Notarzt umgehend zur Verfügung", so Jöchtl.
