Bechtle erwartet schwaches zweites Quartal

DEUTSCHLAND
14.06.2009

IT-Dienstleister mit Gewinn - und Umsatzrückgang

Der deutsche IT-Dienstleister Bechtle konnte noch keine Belebung seiner Geschäfte feststellen. "Auch das zweite Quartal wird für unsere Verhältnisse schwach werden", sagte Vorstandschef Thomas Olemotz in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("F. A. S."). "Eine echte Trendwende erkennen wir im Moment noch nicht." Das Gesamtjahr werde zwar profitabel sein. Wie stark, hänge allerdings vom zweiten Halbjahr ab. "Wir erwarten, von den milliardenschweren Konjunkturprogrammen zu profitieren", betonte Olemotz.

Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Quartal

Bechtle verkauft und installiert Computer und Zubehör. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen einen Gewinneinbruch erlitten: Das Vorsteuerergebnis schrumpfte um die Hälfte auf nur noch sechs Millionen Euro. Der Umsatz ging um fünf Prozent zurück auf 319 Millionen Euro. Mitte Mai hatte Olemotz bereits gewarnt, es gebe zwar erste Signale einer Bodenbildung in der Krise, diesen sei aber noch nicht zu trauen. Daher würden Gewinn und Umsatz in diesem Jahr auf jeden Fall unter dem Rekordwert von 2008 liegen.

Seine Zukaufspläne bekräftigte der Vorstandschef in der "F. A. S.". Zwar habe Bechtle noch keine konkrete Firma im Auge. "Aber wir können schnell reagieren."

Im Juli 2008 hatte der IT-Dienstleister das Wiener Systemhaus Madras Computer Vertriebsgesellschaft übernommen.

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(Reuters)