Gericht weist Forderungen gegen Microsoft ab

SÜDKOREA
11.06.2009

Software-Unternehmen klagten auf Schadenersatz

Ein südkoreanisches Gericht hat am Donnerstag Schadenersatzansprüche der Software-Unternehmen Digito und Sanview gegen Microsoft wegen der Bündelung seines Instant Messaging Clients und des Windows Media Players mit dem Windows-Betriebssystem zurückgewiesen.

Die beiden Unternehmen hatten den US-Software-Konzern auf insgesamt mehr als 40 Milliarden Won (22 Mio. Euro) an Kompensationszahlungen geklagt. Das südkoreanische Gericht verwies darauf, dass die Bündelung der Software mit den Betriebssystem zwar den Wettbewerbsregeln widerspreche, den beiden Software-Unternehmen sei es jedoch nicht gelungen, Einnahmeausfälle durch die Praktiken Microsofts nachzuweisen.

Die südkoreanische Wettbewerbsbehörde hatte Microsoft 2006 wegen Missbrauchs seiner Markposition durch die Bündelung von Software mit seinem Windows-Betriebssystem zu einer Zahlung von 32 Milliarden Won (damals rund 27 Mio. Euro) verurteilt. Sie hatte das Unternehmen zudem dazu verpflichtet, unterschiedliche Windows-Versionen anzubieten. Nach dem Beschluss mussten der Media Player und die Windows Messenger in einer Version ausgekoppelt werden.

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(futurezone/AP/dpa)