Qwest stoppt Verkauf von Festnetzsparte

USA
08.06.2009

US-Telekomkonzern kämpft mit schlechten Angeboten

Der US-Telekomkonzern Qwest hat den Verkauf seines Telefon-Festnetzes abgeblasen. Das Netz sei wesentlich mehr wert, als dafür geboten worden sei, begründete der Konzern den Schritt am Montag. Das Telefonnetz für Ferngespräche sei für das Unternehmen strategisch wichtig.

Die Entscheidung schürte allerdings die Sorgen der Anleger wegen des Schuldenbergs des Unternehmens. Qwest hatte bei einem Verkauf des Telefonnetzes auf Einnahmen von zwei Milliarden Dollar gehofft, sagten mit den Geboten vertraute Personen. Die Aktien des Konzerns gaben 5,5 Prozent nach.

Kein Mobilfunknetz

Seit dem Platzen der Internetblase lastet auf dem Konzern ein immenser Schuldenberg. Allein im kommenden Jahr müssen nach Konzernangaben rund 2,2 Milliarden Dollar abgestottert werden.

Qwest ist vor allem in ländlichen Gegenden vertreten, wodurch Experten zufolge der Ausbau von schnellen Internetleitungen erschwert wird. Auch hat der Konzern es anders als Konkurrenten wie AT&T versäumt, ein Mobilfunknetz aufzubauen, um die zunehmenden Kündigungen von Festnetzanschlüssen abzufedern.

(Reuters)