Stillstand bei Verhandlungen zu VDSL-Netz
Branchenverband VATM kritisiert Terminverzögerungen
Die Deutsche Telekom (DT) verhandelt weiter mit Konkurrenten über die Öffnung ihres schnellen VDSL-Netzes. "Die Gespräche verlaufen konstruktiv", sagte ein DT-Sprecher am Montag auf Anfrage. "Wir rechnen mit einem Vertragsabschluss noch im Sommer."
Die Verhandlungen mit der Konkurrenz entwickeln sich derweil unterschiedlich. Während ein Vodafone-Sprecher den Fortgang der Gespräche bestätigte, scheinen die Verhandlungen bei anderen Wettbewerbern weniger reibungslos zu verlaufen: "Seit der CeBIT im März ist nichts mehr passiert", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Branchenverbands VATM, in dem sich ein Großteil der DT-Konkurrenz zusammengeschlossen hat. Mehrfach seien Termine verschoben worden. Das Interesse der Wettbewerber sei aber ungebrochen. Die Deutsche Telekom bietet VDSL bisher in mehr als 50 deutschen Städten an.
Auf der Computermesse CeBIT im März hatte die DT angekündigt, dass Wettbewerber künftig das auf Glasfaser basierende DSL-Netz für Telefon- und Internet-Anschlüsse nutzen können. Der Einstiegspreis sollte den Angaben zufolge bei etwa 30 Euro pro Anschluss im Monat liegen und sinken, je mehr Kunden für das Netz gewonnen werden. Konkurrenten wie Vodafone und United Internet hatten schnell Interesse angemeldet.
(dpa)
