Neue Industrieplattform für Embedded Systems

ELEKTRONIK
04.06.2009

Führende österreichische Entwickler von Embedded Systems haben sich zu Artemis Austria zusammengeschlossen, um Forschung und Produktion besser koordinieren zu können.

Vom Mobiltelefon und MP3-Player bis hin zur Waschmaschine: Eingebettete Computersysteme ("Embedded Systems") steuern u. a. unterschiedliche Alltagsgegenstände und sind auch Bestandteil von Fahrzeugen, Flugzeugen und medizinischen Geräten.

Führende heimische Unternehmen und Institute, die Forschung an diesen kleinen, hocheffizienten Rechnern mit bestimmter eingeschränkter Funktionalität betreiben, haben sich nun zur Industrieplattform Artemis Austria zusammengeschlossen. Das teilte das Infrastrukturministerium, Initiator des Projekts, am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Initiative auf EU-Ebene

Ziele sind, die "österreichische Technologie-Exzellenz" auf diesem Gebiet zu stärken und sichtbarer zu machen sowie Forschungsergebnisse schneller auf den Markt zu bringen. Der Beirat der Plattform besteht aus Vertretern des Ministeriums, der Unternehmen AVL, TTTech, Siemens, Infineon, eutema sowie - auf Forschungsseite - der Austrian Research Centers (ARC), der Universitäten Salzburg und Linz und der Technischen Universität Wien.

Die Plattform arbeite eng mit der Industriellenvereinigung (IV) und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zusammen und sei offen für weitere Mitglieder, hieß es.

Auf europäischer Ebene besteht Artemis als Unternehmen, das im Rahmen eines "Private-Public-Partnership" in Brüssel gegründet wurde, bereits seit 2007. Es wird von 22 europäischen Mitgliedsstaaten, der Europäischen Kommission und der Industrie sowohl finanziert als auch verwaltet.

Bis 2013 sollen über Artemis rund 2,5 bis drei Mrd. Euro in europäische Forschung und Entwicklung im Bereich Embedded Systems über Projektförderungen investiert werden. Das Infrastrukturministerium hat laut Aussendung in den ersten Betriebsjahren von Artemis "mit rund acht Mio. Euro österreichische Projekte finanziert und damit 4,4 Mio. Euro europäische Zusatzmittel eingeworben".

(APA)