Kuriere nach Datenskandal verurteilt
Weihnachtsstollen kam Fahrer teuer
Zwei Kurierfahrer, die ein Päckchen mit einem Weihnachtsstollen vertauscht und damit in Deutschland im vergangenen Dezember einen bundesweiten Datenskandal ausgelöst hatten, sind vom Frankfurter Amtsgericht am Dienstag zu Geldstrafen verurteilt worden. Einer müsse 720 und der andere 960 Euro zahlen, berichtete ein Gerichtssprecher.
Die Kurierfahrer hatten vor Weihnachten das an die "Frankfurter Rundschau" gerichtete Paket mit dem Christstollen geöffnet. Zur Vertuschung ihres Diebstahls klebten sie dann das Etikett des Stollenpakets auf eine von sechs Sendungen, die für die Landesbank Berlin (LBB) bestimmt waren. Die Daten von über 130.000 Kreditkartenbesitzern landeten so bei der Zeitung. Die Männer hatten nach eigenen Angaben gedacht, es handle sich bei der Sendung um bedeutungslose Briefumschläge. Das Auftauchen der LBB-Daten bei der Zeitung hatte die Debatte über Datenschutz bei privaten Unternehmen angeheizt.
(dpa)
