Dell-Gewinn schrumpft dramatisch
Der weltweit zweitgrößte Computerhersteller Dell leidet massiv unter dem globalen Einbruch des PC-Marktes. Der Gewinn des US-Konzerns stürzte im vergangenen Geschäftsquartal um 63 Prozent ab.
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres belief sich der Dell-Gewinn auf 290 Millionen Dollar (209 Mio. Euro). Dabei belasteten Dell auch hohe Einmalkosten für den Konzernumbau. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar, wie Dell am Donnerstag nach US-Börsenschluss am Sitz im texanischen Round Rock mitteilte.
Auch Geschäft mit Notebooks rückläufig
Die weiteren Aussichten für die weltweite IT-Nachfrage seien nach wie vor gemischt, warnte Konzernchef Michael Dell. In dem zum 1. Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal 2009/2010 war auch das bis vor kurzem wachsende Geschäft mit Laptops und den noch kleineren Netbooks stark rückläufig. Insgesamt brachen die Hardware-Erlöse drastisch ein, während die Wirtschaftskrise auf die Sparten Software und Dienstleistungen weit weniger durchschlug.
Mit seinem Umsatz blieb der Hersteller hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der um Einmalbelastungen bereinigte Gewinn je Aktie von 0,24 Dollar fiel leicht besser als erwartet aus. Das Papier lag im nachbörslichen US-Handel leicht im Plus, nachdem es bereits bis zur Schlussglocke deutlich auf 11,48 Dollar zugelegt hatte.
PC-Markt geht zurück
Der weltweite PC-Markt schrumpfte in den ersten drei Monaten des Jahres nach Daten des Marktforschers Gartner um 6,5 Prozent auf 67,2 Millionen verkaufte Geräte. HP baute seinen Vorsprung als Marktführer aus und lieferte fast jeden fünften Rechner. Dell verlor weiter an Boden und teilt sich bei rund 13 Prozent Marktanteil den zweiten Platz mit dem Rivalen Acer aus Taiwan.
Für die Schließung von Fabriken und Abfindungen musste Dell im vergangenen Geschäftsquartal 185 Millionen Dollar ausgeben. Der Konzern sieht sich bei den angestrebten Einsparungen von jährlich vier Milliarden Dollar bis Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 im Plan.
(dpa)
