Optische Atomuhr mit Quantenrechnertechnik
Präzisere Daten für Mess- und Navigationsgeräte
Laut einer Mitteilung der deutschen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) wollen Forscher des Instituts Quantum Engineering and Space-Time Research (QUEST) eine optische Atomuhr bauen, die die bisher verfügbaren Zeitmesser an Präzision weit übertreffen soll.
Piet Oliver Schmidt, Leiter des Instituts und Experte für Spektroskopie, will die ursprünglich für den Einsatz in Quantenrechnern entwickelte Methode der Quantenlogikspektroskopie dafür nutzen, eine Atomuhr zu bauen, die auf Basis der Messung eines extrem schmalen Übergangs in einem einzelnen Aluminiumion funktionieren soll.
Neue Anwendungen dank präziser Uhren
Laut Mitteilung der PTB könnte diese neue Uhr die Genauigkeit der bisher exaktesten an der Anstalt verfügbaren Cäsium-Fontänenuhren übertreffen und damit neue Anwendungen in Forschung und Technik ermöglichen. Beispielsweise soll es auf Grundlage der von der neuen Uhr gelieferten Daten möglich sein, neue hochempfindliche Sensoren für Geowissenschaft und Navigation zu entwickeln.
Die Grundlagen für das neue Projekt hat Schmidt auch in Österreich miterarbeitet. Er war als Assistent in der Arbeitsgruppe von Rainer Blatt am Institut für Experimentalphysik der LFU Innsbruck tätig.
