Miniheli sollte Handys in Gefängnis schmuggeln
Lowtech-Hubschrauber löst Brieftauben ab
Nach einem gescheiterten Versuch, sich Handys mit Hilfe von Brieftauben in ihre Zellen liefern zu lassen, haben inhaftierte brasilianische Bandenmitglieder auf einen Modellhubschrauber gesetzt.
Bei der Kontrolle eines Mietwagens in der Nähe des Hochsicherheitsgefängnisses von Presidente Venceslau (Bundesstaat São Paulo) entdeckte die Polizei einen ferngesteuerten Minihelikopter mit 14 Handys, Ladegeräten sowie umgerechnet 500 Dollar in bar, wie sie am Montag mitteilte.
Schmuggelware im Minihubschrauber
Die Schmuggelware befand sich in einem Korb, der am Hubschrauber befestigt war. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Einer von ihnen gestand, dass ihnen insgesamt 10.000 Dollar für ihre Dienste zugesagt worden seien. Für wen genau die Ware bestimmt war, blieb offen - in dem Gefängnis sitzen einige der gefährlichsten Mitglieder des organisierten Verbrechens.
Inhaftierte Vertreter krimineller Banden wie des "Roten Kommandos" in Rio de Janeiro und des "Ersten Hauptstadt-Kommandos" in Sao Paulo verfügen über ein umfangreiches Netzwerk an Helfern, um sich im Gefängnis mit Lebensmitteln, Drogen und Waffen versorgen zu lassen. Ende März fingen Beamte des Gefängnisses von Sorocaba, knapp 100 Kilometer westlich von Sao Paulo, innerhalb von zwei Tagen zwei Brieftauben ab, die in Beuteln Handys und Ladegeräte mit sich trugen.
(AFP)
