Expertenrunde zum Kampf gegen Kinderpornos
ISPA stellt Initiative Stopline vor und lädt zur Debatte
Auf EU-Ebene und in Deutschland streiten Politiker und Bürgerrechtler derzeit erbittert darüber, wie Kinderpornografie im Netz bekämpft werden kann. Während in Deutschland Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mittels einer geheimen Sperrliste des BKA einfache DNS-Filtermaßnahmen implementieren will, die schnell umgangen werden können, setzen Provider und Polizei schon seit langem auf eine enge Kooperation, um Kinderpornos nachhaltig aus dem Netz entfernen zu können.
Am Mittwoch informiert der Provider-Verband ISPA über die bereits seit elf Jahren laufende Initiative Stopline, die im Rahmen des Safer-Internet-Programms auch von der Europäischen Union gefördert wird.
Im Rahmen einer Expertenrunde zeigen Bernhard Jungwirth (Koordinator Saferinternet.at), Barbara Schlossbauer (Projektleiterin Stopline), Andreas Krisch (Technischer Experte für das Europäische Datenschutzgütesiegel, Obmann des Vereins für Internet-Benutzer Österreichs und Präsident European Digital Rights), Harald Gremel (Kriminalbeamter im Bundeskriminalamt und Internet-Ermittler in der Meldestelle für Kinderpornografie), Erich Schweighofer (Arbeitsgruppe Rechtsinformatik Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung, Universität Wien), sowie Wolfgang Schwabl (Head of Information Security bei der Telekom-Austria-Gruppe), wie die Kooperation der beteiligten Stellen funktioniert.
