"FT": Google gibt Zeitungspläne auf

BERICHT
21.05.2009

Google-Chef Eric Schmidt erklärte gegenüber der "Financial Times" ("FT") am Mittwoch, dass Google seine Pläne, eine Zeitung zu kaufen, aufgegeben hätte.

Google wolle nicht die Grenze zwischen der Technologie und Infrakstruktur, die der Konzern zur Verfügung stellt, und den Inhalten der Partner überschreiten, so Schmidt.

Gerüchte, dass Google Interesse an der "New York Times" habe, kommentierte der Konzernchef nicht. Stattdessen erwähnte er, dass David Geffen ein "großartiger Besitzer" für das Blatt wäre.

Online-Werbung soll verbessert werden

Laut Schmidt gibt es aber eine Zusammenarbeit von Google mit einigen Online-Ausgaben von Zeitungen, darunter auch das Online-Angebot der "Washington Post". Google versucht dabei, die Werbeanzeigen zu verbessern. "Die Zeitung, die ich online lese, soll sich daran erinnern, was ich gelesen habe", beschreibt Schmidt Googles derzeitige Versuche.

Der Konzernchef rechnet sich gute Chancen aus, dass diese Entwicklung in einem Produkt enden werde.

Bezahlangebote nur bei speziellen Inhalten

Schmidt zeigte sich skeptisch, dass Nutzer für allgemeine Nachrichten angesichts der vielen freien Angebote im Internet Geld bezahlen würden. Das funktioniere eher bei speziellen Inhalten.

Den Zeitungen empfiehlt Schmidt, dass sie nicht außer Acht lassen sollten, dass die Leser Nachrichten heutzutage auf allen möglichen Geräten und auf vielen verschiedenen Wegen lesen würden. "Zeitungen müssen all das verbinden, sie müssen Information in jeder erdenklichen Art anbieten", so Schmidt zur "FT".

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