Pro und kontra E-Voting bei der ÖH-Wahl

Ö1
15.05.2009

"Matrix" über die Argumente der Gegner und Befürworter

Bei der Wahl zur Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) von 26. bis 28. Mai ist es in Österreich erstmals möglich, seine Stimme per E-Voting vom heimischen PC aus abzugeben - und das schon vor dem offiziellen Beginn der Papierwahl. Die elektronische Wahl startet am 18. und dauert bis zum 22. Mai.

Am Sonntag in Ö1

Sie hören diesen Beitrag im Ö1-Netzkulturmagazin "matrix" am Sonntag um 22.30 Uhr in Radio Ö1.

Über Sinn und Unsinn dieses Testlaufs gibt es hitzige Debatten. Kritiker stufen das System der Stimmabgabe über das Internet als demokratiepolitisch bedenklich ein. Es gebe zu wenig Kontrolle, koste viel Geld, und das Wahlergebnis könne zu leicht manipuliert werden, weil kein Wähler wisse, was mit seiner Stimme in den Weiten des Netzes passiert.

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) hingegen verteidigt seine Entscheidung, bei der ÖH-Wahl die elektronische Stimmabgabe vom heimischen PC aus zuzulassen: Wer wolle, könne ja weiterhin zur klassischen Wahlurne schreiten. Hahn ortet bei den Kritikern eine "leichte Technologiefeindlichkeit". Ob sich damit Bedenken ausräumen lassen, bleibt fraglich. Mariann Unterluggauer sammelte im Vorfeld der ÖH-Wahl die Argumente der Beteiligten ein.

(Matrix)