Neuer High-End-Server von IBM
IBM hat nach vier Jahren Entwicklungszeit den nach eigenen Angaben derzeit leistungsstärksten Großrechner mit dem Codenamen T-Rex fertig gestellt.
Bei dem neuen "eServer z990" lassen sich erstmals einzelne Prozessoren und damit Rechenkapazitäten in Sekundenschnelle an- und abschalten, ohne das System runterzufahren. Dadurch sei zum Beispiel eine genaue verbraucherabhängige Abrechnung möglich, so Hans-Jürgen Rehm von IBM Deutschland.
Herzstück des "eServer z990" ist ein handgroßes Chipmodul, das insgesamt mehr als 3,2 Milliarden Transistoren enthält und halb so groß wie sein Vorgängermodell ist. Die erste Version kommt mit 32 Prozessoren, laut IBM zwei Mal mehr und drei Mal schneller als das Vorgängermodell.
Einer der ersten Einsatzorte des Großrechners werde bei IBM Global Services in Boulder [US-Bundesstaat Colorado] sein, teilte IBM mit.
IBMBis zu 450 Mio. Transaktionen
Der Rechner verarbeitet bis zu 450 Millionen Internet-Transaktionen am Tag oder Hunderte virtuelle Linux-Server und könnte nach Angaben von IBM bei mehreren zusammengeschalteten Geräten das durchschnittliche wöchentliche Handelsvolumen an der New Yorker Börse bewältigen.
Der "eServer z990" soll ab dem 16. Juni 2003 verfügbar sein. Dann sollen zwei Modelle erhältlich sein, zwei weitere folgen Ende Oktober.
Ein nach eigenen Bedürfnissen zusammengestelltes Modell soll im September erhältlich sein. Die Preise beginnen bei einer Million USD.
IBM hielt im vergangenen Jahr nach Angaben des Marktforschungsinstituts IDC bei Großrechnern im Wert von über 250.000 USD einen Marktanteil von 24,6 Prozent.
