Britischer Markt setzt DT zu
Konzern muss voraussichtlich 1,8 Mrd. Euro abschreiben
Die Deutsche Telekom (DT) muss auf ihr Mobilfunkgeschäft in Großbritannien voraussichtlich fast zwei Milliarden Euro abschreiben. Das Ergebnis werde wohl kommenden Donnerstag mit dem Quartalsbericht veröffentlicht, sagte DT-Finanzvorstand Timotheus Höttges am Donnerstag auf der Hauptversammlung. Die Wertberichtigung dürfte in der Größenordnung von 1,8 Milliarden Euro liegen, ergänzte er.
Großbritannien gehört neben dem Wachstumsmarkt USA und Polen zu den ausländischen Märkten, die der Deutschen Telekom im ersten Quartal erhebliche Probleme bereitet und den Konzern zu einer Senkung seiner Jahresprognose bewogen haben. Der britische Markt ist besonders wettbewerbsintensiv, die Gewinnmargen sind vergleichsweise niedrig.
Kosten senken
Auch wenn der Konzern mit den Margen insbesondere im ersten Quartal nicht zufrieden sei, liefere das Geschäft in Großbritannien doch einen positiven Beitrag zum Cashflow, sagte Höttges. Um die Marge zu verbessern, will die DT die Kosten senken, insbesondere in der Verwaltung, bei der Werbung und in der Technik.
Auf die Frage, ob er eine baldige Konsolidierung auf dem britischen Mobilfunkmarkt für möglich halte und sich vorstellen könne, dass die Deutsche Telekom daran als Verkäufer mitwirke, sagte Höttges: Eine Konsolidierung sei ein "probates Mittel", um Überkapazitäten aus dem Markt zu nehmen. "Dabei gibt es auf unserer Seite keine Denkverbote."
(Reuters)
