Acer senkt Absatzprognose

COMPUTER
29.04.2009

Geringere Nachfrage bei Netbooks erwartet

Nach einem überraschend heftigen Gewinneinbruch zu Jahresanfang setzt sich der weltweit drittgrößte Computerhersteller Acer etwas bescheidenere Ziele. Der taiwanesische Konzern senkte am Mittwoch seine Absatzprognose für die zuletzt immer beliebter werdenden Netbooks auf zehn bis zwölf Millionen.

Bisher war der Rivale der US-Branchengrößen Hewlett-Packard und Dell davon ausgegangen, zwölf bis 15 Millionen zu verkaufen. Insgesamt hielt das Unternehmen aber an seinem Ausblick fest und erwartet weiter ein Anziehen der PC-Auslieferungen im zweiten Halbjahr von 30 bis 40 Prozent. Im ersten Quartal fiel der Gewinn um 31 Prozent auf umgerechnet rund 45 Millionen Euro.

Niedrige Computerpreise in Europa und USA

"Wir gehen in unserer Vorhersage von dem schlimmsten Fall aus", sagte Acer-Chef Gianfranco Lanci. Der Preisverfall werde sich wegen der Wirtschaftskrise und der wachsenden Popularität der günstigeren Netbooks verschärfen. "Der Umsatz ist eines der größten Probleme", so Lanci.

Vor allem in Europa und den USA seien die Computerpreise niedrig. Mit einem raschen Anziehen der Preise sei nicht zu rechnen. An der Prognose für das Wachstum im Geschäft mit Notebooks und den günstigeren Netbooks von 35 bis 40 Prozent im zweiten Quartal hielt der Konzern fest.

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(Reuters)