Apple entschuldigt sich für "Baby Shaker"
Kontroverse um Qualitätsprüfung im App Store
Apple hat die umstrittene Anwendung "Baby Shaker" nach nur zwei Tagen aus dem App Store entfernt und sich für deren Veröffentlichung entschuldigt. Das Ziel der Applikation ist es, ein virtuelles Baby durch Schütteln des Geräts zum Schweigen zu bringen. Bei Erfolg erschien über den Augen des Babys jeweils ein rotes X (Video auf iptv.ORF.at).
In den USA hatte die Anwendung für heftige Proteste gesorgt. Eltern, deren Kinder durch Schütteln gestorben oder dauerhaft geschädigt wurden, protestierten etwa vor dem Apple-Store in New York gegen die Anwendung.
Dabei wurde auch Kritik am Auswahlverfahren der Apps durch Apple laut. Apple prüft laut eigenen Angaben jede Anwendung vor ihrer Veröffentlichung, doch der Prozess ist laut Entwicklern nicht wirklich transparent und kann teilweise Monate dauern. Auch soll es vonseiten Apples wenig Feedback über die Ablehnung oder Annahme einer Anwendung geben.
Apple selbst erklärte in einem Statement gegenüber dem Online-Dienst Cnet, dass die Anwendung nicht veröffentlicht hätte werden dürfen, und entschuldigte sich für den Fehler. Entwickler Sikalosoft schreibt in einer Stellungnahme auf seiner Website, dass die App eine schlechte Idee war, und klärt weiters über die Konsequenzen von realem Schütteln eines Babys auf.
(Cnet/futurezone)
