EU: Microsoft will Fristverlängerung

WETTBEWERB
16.04.2009

Konzern soll sich zur Browser-Integration äußern

Die EU-Kommission hat dem US-Software-Giganten Microsoft nach Angaben des Konzerns eine Fristverlängerung von einer Woche gewährt, um zu sich zu Wettbewerbsvorwürfen zu äußern. Die Frist laufe nun am 28. April ab, teilte Microsoft am Mittwoch mit. Eine Sprecherin der Kommission erklärte indes, sie könne die Verlängerung nicht umgehend bestätigen.

Browser und Betriebssystem

Die europäischen Wettbewerbshüter werfen dem US-Unternehmen vor, mit der Kopplung des Web-Browsers Internet Explorer an das Betriebssystem Windows die dominante Marktposition unzulässig auszunutzen. Falls sich die Einschätzung bestätigt, drohen dem Konzern eine Strafe und Auflagen.

Auch die Handelsgruppe Ecis, zu der unter anderem IBM, Nokia , Oracle und Sun Microsystems zählen, beteiligte sich am Mittwoch an der Beschwerde gegen Microsoft. Zuvor hatten bereits der Internet-Riese Google, der den Browser Chrome anbietet, die Mozilla Stiftung mit dem Firefox-Browser und die norwegische Firma Opera Vorwürfe gegen Microsoft erhoben.

(Reuters)