China weist Spionagevorwürfe von sich

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09.04.2009

Kein Eindringen in US-Stromnetz

China hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach chinesische Computerspione in das US-Stromnetz eingedrungen seien. Die Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu, sagte am Donnerstag vor der Presse in Peking, einen solchen Eingriff habe es nicht gegeben. Es gebe keine chinesische Verwicklung.

Die Sprecherin verwies auch darauf, dass das Weiße Haus die Berichte darüber dementiert habe. Die betreffenden Medien sollten umsichtig mit "grundlosen Bemerkungen" umgehen, insbesondere wenn es um Anschuldigungen gegen China gehe. China sei selbst Opfer von Cyberattacken und wolle deshalb die Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft ausbauen.

Reaktion auf "Wall Street Journal"

Das "Wall Street Journal" hatte unter Berufung auf US-Sicherheitsbehörden berichtet, die Spione seien in das US-Stromnetz eingedrungen und hätten in dem computergesteuerten System Programme hinterlassen, die dazu benutzt werden könnten, die Elektrizitätsversorgung im ganzen Land zu stören.

Demnach vermuten die amerikanischen Stellen, dass die Eindringlinge aus China, Russland und anderen Ländern stammen und darauf abzielen, das US-Stromnetz steuern zu können. Sie hätten nicht versucht, die Infrastruktur zu beschädigen, könnten das jedoch in einem Krisen- oder Kriegsfall versuchen, zitierte das Blatt die Experten.

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(dpa/AFP)