Kaum Erfolgsaussichten für Bezahldienste
Internet-Nutzer sind noch lange nicht dazu bereit, für Inhalte aus dem Internet zu bezahlen.
Die Online-Werbung wird dagegen weiter steigen, bis 2007 sollen sich die Online-Werbeausgaben verdoppeln.
Das geht aus einer Studie des Prognos-Instituts hervor.
Kein Ende der Kostenlos-Kultur in Sicht
Ein Ende der "Kultur der kostenlosen Internet-Nutzung" liege noch
in weiter Ferne, so Prognos. Nur in Einzelfällen könnten die
Anbieter von kostenpflichtigen Inhalten im Netz Marktnischen
entdecken und erfolgreich sein.
Prognos"Wer jetzt noch lebt, wird lange leben"
Prognos definiert vier Faktoren, ohne die so genannte "Paid content"-Angebote wirtschaftlich nicht überlebensfähig sein werden: Die Konsumenten müssen einen klaren Zusatznutzen erkennen, die Angebote müssen benutzerfreundlich und die Bezahlsysteme einfach sein.
Weiters muss jedes Unternehmen darauf achten, dass Bezahlinhalte nur ein Marktsegment bleiben und daneben die Werbeschiene weiterbetrieben wird.
In der Werbefinanzierung von Online-Angeboten sieht Prognos reale Wachstumschancen. Nach vielen Fusionen und Pleiten komme die Online-Branche nun langsam zur Ruhe: "Wer jetzt noch lebt, wird lange leben", so das Institut.
Nachdem die Werbeausgaben für Online-Angebote sogar im Krisenjahr 2002 im zweistelligen Bereich zulegen konnten, sei bis 2007 mit einer Verdoppelung zu rechnen. 2007 werde die Online-Werbung einen Anteil am Gesamtwerbemarkt von über zwei Prozent in Deutschland, 1,9 Prozent in Österreich und 1,5 Prozent in der Schweiz erreichen.
Deutsche Online-Werbung wächst weiter
